GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
 
ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch   ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch  
                           
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ANETTE HAAS, DENISE WINTER – Weißbruch, 08. 06. – 07. 07. 2017

 

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Weißbruch

Die Ausstellung wurde von der Galerie dr. julius l ap, Berlin übernommen, wo sie letztes Jahr gezeigt wurde.

Der Titel Weißbruch (engl.: Crazing) bezieht sich auf einen Fachbegriff aus der Kunststoffherstellung und beschreibt mikroskopisch kleine Weißverfärbungen, eigentlich Materialfehler, deren Eigenschaften allerdings auch gezielt genutzt werden können. Der daraus ableitbare Denk- und Handlungsansatz verbindet die Auffassungen der beiden Künstlerinnen Anette Haas und Denise Winter, unterscheidet sie aber gleichzeitig durch ihren spezifischen Umgang damit. Matthias Seidel, Berlin


ANETTE HAAS

Anette Haas (*1961 in Salzgitter, D) setzt sich seit den 1990er Jahren intensiv mit den Grundfragen der Malerei auseinander, und dies dergestalt, dass sie gegebene Eigenheiten der Disziplin für sich selbst weiter zu entwickeln und Grenzen zu überwinden sucht. Neben den immanenten Themen Farbe und Farbraum, Bildfläche und Bildbegrenzung sowie Techniken und Ausführungsvariationen steht für sie dabei die Beschäftigung mit der Materialität der Malerei an sich im Mittelpunkt.
Das Erzeugen von Räumlichkeit und das Einbringen von Objektqualitäten mit deren Mitteln ist damit eng verbunden. So spielt etwa die Materialkombination Tuch – Farbe – Wachs zur Loslösung des Gemalten und der Leinwand vom klassischen Rahmen sowie, in der Folge, deren Hinführung zu plastischer Formbarkeit und Steigerung der Raum-Betrachter-Beziehung eine wichtige Rolle in mehreren Werkgruppen von Anette Haas.
Darüber hinaus verfolgt sie in großer Konsequenz ihre Themen auch in Papierarbeiten, in denen sie Flächen mithilfe von Farbstiften in Kombination mit Acryl aufwändig händisch anlegt und dabei das Formenrepertoire sowie die Behandlung von Randstellen und Übergangspunkten aus ihrer Malerei feinsinnig auf die speziellen Oberflächen- und Materialeigenschaften des Papiers überträgt. Aus beiden Werkgruppen wird sie Arbeiten in der Ausstellung zeigen. Matthias Seidel

Anette Haas lebt und arbeitet in Berlin, New York und Hannover, wo sie seit 2014 Professorin an der Leibniz Universität für das Fachgebiet Künstlerische Gestaltung in der Fakultät Architektur und Landschaft ist.

 

BIOGRAFIE ANETTE HAAS

1961 geboren in Salzgitter, D
1984-90 Meisterschülerin bei Prof. H.-G. Prager, Rudolf-Wilke-Preis der Stadt Braunschweig,
DAAD-Stipendium, London, Goldsmiths’ College
1992-93 Stipendium Künstlerdorf Schöppingen, Malereipreis, Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken
1994 Jahresstipendium des Landes Niedersachsen
1995 Kunstpreis „Heinrich der Löwe und seine Zeit“, Braunschweig, Förderstipendium Land Niedersachsen
1996 Barkenhoff-Stipendium, Worpswede
1998 Villa Massimo, Rom
2004/05 Lehrauftrag HBK Braunschweig (Malerei / Bildhauerei)
WS 06/07 – SS 08 Gastprofessur für Malerei an der Universität der Künste Berlin
2006 SS06+WS06/07 künstlerische Mitarbeit am Institut für Bildende Kunst der Fakultät Architektur, TU Braunschweig
2006 SS06+WS06/07 künstlerische Mitarbeit am Institut für Bildende Kunst der Fakultät Architektur, TU Braunschweig
2008 WS 08 Gastprofessur für Malerei an der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie / Chinese Academy of Arts, Hangzhou, China
2009 1. Preis Kunst-am-Bau-Wettbewerb [Zusammenarbeit mit F. Tebbe]: Neubau BND Berlin, Standort Übergänge Torhäuser
2010-11 Studienaufenthalte in den USA (Nashville, Tennessee; Marfa, Texas; Chicago, Illinois)
2012 im SS+WS 2012: Gastprofessur für Malerei an der Chinesisch- Deutschen Kunstakademie, Hangzhou, China
2014 Professur für Künstlerische Gestaltung, Fakultät Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover

Lebt und arbeitet in Hannover, Berlin und Kingston, New York

 

DENISE WINTER

Denise Winter (*1983 in Berlin, D) arbeitet als graduierte Meisterschülerin der Bildhauerklasse von Monika Brandmeier/HfBK Dresden, auf vielfältige Art und Weise sowie mit zahlreichen unterschiedlichen Medien und Werkzeugen an der Frage der künstlerischen Form und Wegen zu deren Findung. Über genaue Betrachtung, Aufnahme und Analyse von Gegenständen, gebauten Strukturen oder Landschaften ihrer persönlichen Lebens- und Erfahrungswelten entwickelt sie Vorlagen für ihre Werke.
Durch Methoden des fotografischen Erfassens oder der zeichnerischen Übertragung generiert sie etwa durch Abwickeln, Auftragen und Projizieren des Gesehenen neue geometrisch-räumliche Strukturen und visuelle Vorlagen. Diese verarbeitet sie durch Techniken wie Fräsen, Lasern oder Schneiden aus unterschiedlichsten Materialien zu bildhaften und skulpturalen Objekten weiter. So entstehen beispielsweise Wandreliefs aus Vollholz-, Furnier- oder Rohspanplatten, gefrästem MdF, Schichtholz oder Corian, sowie gerollte Skulpturen aus gelasertem Aluminium.
Darüber hinaus nutzt sie u.a. auch Lochkameras für Langzeitbelichtungen, kombiniert Diaprojektoren und Bewegungsmelder zu interaktiven Installationen, entwickelt Choreografien für Tanzperformances oder schreibt Gedichte als Vorlagen für ihre Serie von Schreibmaschinenzeichnungen, unter Verwendung unterschiedlicher typografischer Prägungen. Matthias Seidel

Denise Winter lebt und arbeitet in Köln und wurde 2010 mit dem Preis der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, Greifswald, ausgezeichnet. Seit 2013 verschiedene Lehraufträge an der HS Düsseldorf, TU Dortmund und NISS Høyskole Oslo.

 

BIOGRAFIE DENISE WINTER

1983 geboren in Berlin, D
2003–09 Studium Freie Kunst an der HfBK Dresden, Fachklasse Monika Brandmeier (Diplom 2009)
2008 Studium Freie Kunst bei AK Dolven, Kunsthøgskolen i Oslo
2009–11 Meisterschülerstudium bei Monika Brandmeier, Hochschule für Bild. Künste Dresden
2009–12 Studium Freie Kunst bei Richard Deacon, Kunstakademie Düsseldorf
Seit 2013 verschiedene Lehraufträge an der HS Düsseldorf, TU Dortmund und NISS Høyskole Oslo

Lebt und arbeitet in Köln

Stipendien/Preise

2009 Sächsisches Landesstipendium
2010 Caspar-David-Friedrich-Preis
Atelierstipendium, Künstlerresidenz in Tromsø, Norwegen
2011 Projektstipendium der LebensArt-Stiftung und Projektunterstützung der W. Richard - Dr. C. Dörken Stiftung
für das Projekt Landscape
2012 Atelierstipendium, Salzamt in Linz, Österreich
Minimalismus-Stipendium, Unna
2013 1. Preis: Realisierungswettbewerb, Kunst am Bau im Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin
Atelierstipendium, Mixer Gallery, Istanbul, Türkei
2014 NRW-Projekt-Stipendium für das Ausstellungsprojekt 31KiLO
2015 Projektunterstützung des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste für das Projekt Fragment_getanzt/Bauhaus
2016 Barnes Crossing, Tanz-Performance-Stipendium, Köln
2017 Projektunterstützung des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und Kulturamt Köln für das Projekt „Fuge_gefaltet17“