GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Susanne Ackermann   Susanne Ackermann   Susanne Ackermann   Susanne Ackermann   Susanne Ackermann      
                       
                       

Susanne Ackermann: Malerei, 14. 03. - 26. 04. 2002

< < < Ausstellungs-Archiv 2002
 
Information > > >

 

geboren 1962 in Oldenburg
1988–93 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe
1993–94 Meisterschülerin
lebt und arbeitet in Karlsruhe

 

„Eine konkrete Illusion“

Den Gemälden von Susanne Ackermann liegt ein Strukturbegriff zu Grunde, der in seiner konkreten Lesbarkeit ebenso wie in seiner Verweislosigkeit die Errungenschaften der Moderne selbstverständlich nutzt. Im Unterschied aber zur rationalen Setzung der Frühzeit der Konkreten Kunst, hat diese lesbare Struktur ihren Ausgangspunkt in der Arbeitsmethode, in der Art und Weise wie mit Bildträger und Farbe umgegangen wird. Einer möglichen theoretischen Fundierung, einem Bildkonzept wird eine Systematik des Arbeitens entgegengestellt, aus dessen prozessualem Vollzug das Bild entsteht. Es gibt keinen Plan und keine Vorzeichnungen, sondern nur eine “Strukturidee”, die durch spontane Entscheidungen für bestimmte Farben “realisiert” wird. Zwei Dinge sind grundlegend und gelten für alle Werke, die Susanne Ackermann in den letzten Jahren geschaffen hat: Zum einen verwendet die Künstlerin extrem verdünnte Acrylfarben mit nur geringem Binderanteil, wodurch eine hohe Transparenz gewährleistet wird. Zum anderen steht am Anfang jedes Werks nicht nur die Entscheidung für ein Bildformat, sondern auch für eine einzige Pinselgröße, bzw. -breite. Der Pinsel – stets gerade gehalten und mit seiner Breitseite über die Leinwand geführt – bestimmt die Dimension der Linie und damit zugleich die aller Linien, die sich auf einem Gemälde der Künstlerin finden. Konkreter (im engsten Sinne des Wortes) kann der Bezug zwischen Arbeitsgerät und Erscheinungsbild der Arbeit kaum definiert werden.
Margrit Brehm