GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Peter Willen   Peter Willen   Peter Willen   Peter Willen   Peter Willen      
                       
                       

Peter Willen: Malerei, 16. 09. - 15. 10. 2004

< < < Ausstellungs-Archiv 2004
 
Information > > >

 

Geboren 1941 in Thun, CH
Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Bern und Kunstakademie Düsseldorf
Seit 1970 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Atelier in Tovo (Ligurien) 1972-86, seit 1986 in San Marzano Oliveto (Monferrato)
1975 Beschränkung auf Tiefdruck, Zeichnung und mit Weiss übermalte Zeichnungen
1983-88 Verschiedene Arbeitsaufenthalte in Düsseldorf
1985/86 Die Primärfarben werden sparsam in den Bildraum gesetzt
Seit 1987 Farbfelder/monochrome Malerei
Dreidimensionale Arbeiten in Ausstellungen und für den öffentlichen Raum
2002 Kulturpreis der Stadt Thun
Peter Willen lebt und arbeitet im Piemont und am Thunersee


Julia Gelshorn schreibt über die Arbeiten von Peter Willen:

Der obere Abschluss des Keilrahmens ist mit einer Abfolge von Farbstrichen versehen, die von Ocker über Hellgrün, Rot und Braun bis Blau reicht und mit dem jeweiligen Ton der Vorderseite abschliesst. Die Farbstriche dokumentieren jede einzelne Schicht, die Willen in separaten Arbeitsgängen auf den Baumwollstoff aufgetragen hat. Über die jeweiligen Pigmentmischungen der Farben wird zudem sorgfältig Buch geführt.
Seit der Mitte der 1980er Jahre widmet sich Peter Willen der Reduktion seiner Gemälde auf Fläche und Farbe und stellt sich damit in eine Tradition, die international seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Künstler beschäftigt hat. Willens deckender Auftrag der Farben hinterlässt keine Pinselspuren und ist durch den Verzicht auf einen abschliessenden Firnis völlig opak. Dennoch bilden die übereinander gelegten Farbschichten eine Textur, die der monochromen Farbe zu einer dichten Materialität verhilft und auch die Wirkung der Oberfläche bestimmt, ohne dass die optische Mischung nachträglich nachvollziehbar wäre.
Willens Arbeiten kreisen sämtlich um die Erforschung der stofflichen Qualität von Farbe auf einer Fläche und um den handwerklichen Prozess der Bildherstellung, der entsprechend dokumentiert wird. Reduktion, Überlagerung und die Erzeugung oder Imitation natürlicher Strukturen sind dabei wiederkehrende Elemente seines Schaffens. Das Medium „Bild“ wird auf modernistische Weise an seine Grenzen getrieben, führt aber vor Augen, dass die sichtbare Materialität weit differenzierter ist als ihre pauschale Bezeichnung.