GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Susanne Ackermann   Susanne Ackermann   Susanne Ackermann   Susanne Ackermann          
                       
                       

Susanne Ackermann: Malerei, 10. 12. 2005 - 03. 02. 2006

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In der letzten Ausstellung des Jahres zeigen wir neue Arbeiten der 1962 in Oldenburg geborenen Künstlerin Susanne Ackermann, die an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert hat und dort arbeitet und lebt.

Der Karlsruher Kunstkritiker Michael Hübel schreibt anlässlich eines Atelierbesuches über die Arbeiten von Susanne Ackermann:

Susanne Ackermann malt Bilder, genauer: Flächenstrukturen, die sie systematisch aus horizontalen und vertikalen Farbbahnen aufbaut.
20 bis 30 Mal legt Ackermann diese lasierenden Schichten übereinander, bis sich ein gleichmäßiges Geflecht oder Gitterwerk bildet. Ausnahmen bestätigen nur die Regel: Vor zwei Jahren begann sie mit den Schleifenbildern – leuchtend-bunten Verschlingungen schwungvoll ausholender, in harmonischen Bögen geführten Malgesten. Die Dynamik ist völlig anders als bei den rechtwinklig gegliederten Flächen, auch die Farbigkeit sticht deutlich von diesen Arbeiten ab. Die technische Vorgehensweise ist jedoch da wie dort die gleiche: Susanne Ackermann schichtet dünne Lagen von Rot und Gelb, Blau oder Grün übereinander. Manchmal mischt sie Farben leicht ab, aber das hat wenig Einfluss auf die pastellartig gemilderte Wirkung der senkrecht-waagrecht aufgebauten Malereien: Sie entsteht vorwiegend durch die optische Mischung der hintereinander gestaffelten Farblagen.
Bei früheren Arbeiten ergab sich da oft der Eindruck von Waben, Kammern, Zellen, die erstaunliche räumliche Tiefe aufwiesen. Wären nicht die luzide Farbwirkung und der vibrierende Wechsel zwischen den Schichten gewesen, hätte man an Hochhausfassaden denken können mit Großflächenfenstern, die den Blick in Appartementwohnungen freigeben.
Auch wenn sie später die einzelnen Farbbahnen näher aneinander gerückt hat, so dass der konstruktive Bildaufbau nur noch durch schmale Schlitze wahrzunehmen war, so ist doch Ackermanns Interesse am visuellen Wechsel von der Zweidimensionalität in die Dreidimensionalität virulent geblieben.