GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Heinz Gappmayr   Heinz Gappmayr   Heinz Gappmayr   Heinz Gappmayr   Heinz Gappmayr      
                       
                       

Heinz Gappmayr: Bildtexte, 21. 10. - 02. 12. 2005

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Bildtexte - Arbeiten aus den Jahren 1962-1995

Wer ist dieser Künstler, der Bilder mit Sprache erzeugt und auch Sprache nicht in ihrer Funktion als Kommunikationsmittel oder Träger von Botschaften verwendet? Sprache, das sind zunächst einmal aus Buchstaben zusammengesetzte Wörter; Buchstaben und Zeichen aus geraden oder gekurvten Linien, die in der Lage sind, die kompliziertesten Sachverhalte zum Ausdruck zu bringen. Wörter können Gegenstände bezeichnen und Ereignisse beschreiben. Doch in der Art, wie Heinz Gappmayr sie verwendet, verweisen sie nicht auf etwas, das ausserhalb ihrer selbst liegt; vielmehr wird Sprache selbst zum Thema und Inhalt, zum Gegenstand seiner Bildfindungen.

Wenn man sich dem Werk Gappmayrs nähern will, muss man im Visuellen, das heisst, beim Bildergebnis ansetzen und dabei wissen, dass sein besonderes Interesse auf die Sichtbarmachung von nicht Sichtbaren zielt. Es sind dies Kategorien, Relationen, Qualitäten, Quantitäten, Eigenschaften apriorische Begriffe, Dispositionen, also grundlegende Konzepte und nicht Gegenstände und Ereignisse.
Auszug aus einem Text von Dorothea van der Koelen, Galeristin und Kunsthistorikerin in Mainz