GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Santa Fe Special   Santa Fe Special   Santa Fe Special              
                       
                       

Santa Fe Special: 22. 09. - 13. 10. 2005

< < < Ausstellungs-Archiv 2005
 
Information > > >

 

Die Galerie Lindner hat den Sprung über den Atlantik gewagt und an der Art Santa Fe teilgenommen. Die Reise haben auch Inge Dick, Hellmut Bruch, Gerhard Frömel, Josef Linschinger, Reinhard Roy und Heiner Thiel mitgemacht. Die Messe ist klein und überschaubar (50 teilnehmende Galerien) mit zum Teil beachtlicher Qualität und der Präsenz von wichtigen Sammlern.
Santa Fe ist eine Stadt mit vielen kultureller Aktivitäten und ein wichtiger Umschlagplatz für bildende Kunst. Zur jährlichen Opernsaison kommen Opernfans aus ganz Amerika. Das Opernhaus liegt ca. 8 km außerhalb der Stadt in den Bergen und bietet durch seine teilweise offene Bauweise spektakuläre Ausblicke in die Landschaft. Wir haben Lucio Silla von Mozart gesehen.

Ein Höhepunkt unserer Reise war der Besuch von „Lightning Field“ von Walter de Maria, entstanden 1977 auf einer menschenleeren Hochebene im Westen von New Mexico. In einer Höhe von 2.195 m sind 400 Rohre mit massiver, angeschweisster Spitze aus poliertem Edelstahl im Boden verankert. Sie haben einen kreisförmigen Querschnitt mit 2 inch (ca. 5 cm) Durchmesser, die Höhen der Stangen liegen zwischen 15 Fuß (ca. 4,6 m) und 26 Fuß 9 inch ((ca. 8,15 m) zum Ausgleich der Geländeunebenheiten.
Größe der Feldes 1 Meile mal 1 Kilometer, Abstand der Stangen 67 m im Quadrat. Walter de Maria schreibt „Das Werk soll allein oder in ganz kleiner Gesellschaft betrachtet werden, wenigstens für einen Zeitraum von 24 Stunden“. Das haben wir dann auch gemacht. Zu sechst haben wir in der komfortablen Blockhütte genächtigt, haben einen traumhaften Sonnenuntergang – die Stangen haben rot geleuchtet – erlebt. Blitze haben wir nur aus der Entfernung gesehen, leider nicht über dem Lightning Field.
Das Lightning Field wurde erbaut, wird betrieben und erhalten vom Dia Center for the Arts, New York. Grandios ist auch die Landschaft, die ständig wechselt, von bizarren Felsformationen in verschiedenen Farben bis zu dicht bewalteten Höhenrücken. Wir besuchten auch einige Pueblos in den Indianerreservaten. Die Indianer leben großteils unter unwürdigen Bedingungen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei dem Maler Alan Ebnother, der sich nahe Stanley, ca 1 Stunde östlich von Santa Fe, mitten in der Steppe ein großes Atelier mit Wohnung gebaut hat. Eine einfache Stahlkonstruktion mit Profilblechverkleidung und großen Panoramafenstern zu den am Horizont sichtbaren Bergen. Er lebt dort mit seinen beiden Töchtern. Der nächste Nachbar ist in einer Entfernung von 4 Meilen.
Auf einer unserer langen Autofahrten haben wir uns zu der Ausstellung „Santa Fe - special“ entschlossen. Die Künstler, die in Lightning Field dabei waren und auf der Einladung zu sehen sind, zeigen ihre Arbeiten. Weiters zeigen wir nochmals die Box „ride on“, die Arbeiten von Andrea Bischof und Michael Post werden durch Arbeiten von Gerhard Frömel und Reinard Roy ersetzt.