GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Engelbert Erben   Engelbert Erben   Engelbert Erben   Engelbert Erben          
                       
                       

Engelbert Erben: Little house I used to live in, 25. 01. - 02. 03. 2007

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Engelbert Erben (geb. 1960) malt Bilder in der klaren Syntax der konstruktiven Kunst: Einfache Elemente wie Linien und Flächen, Horizontale und Vertikale und Farbe.

Zum Thema der Arbeiten Erbens, den Dialog von Raum und Mensch, schreibt der Künstler selbst:

Ich gehe vom Dialog von Mensch und Raum aus, davon, dass Räume durch ihre Bewohnbarkeit sich nicht nur dem Subjekt unterordnen, sondern es auch objektivieren können. Räume erzwingen spezifische Lebensformen und Formen des Dialogs zwischen Mensch und Raum. Dieses interaktive Verhältnis bezieht sich nicht nur auf konstante Faktoren wie Volumen und Körper, sondern auch auf variable Größen wie Licht, Schatten oder Augentäuschung.

Alle Formen dieser Dialektik sind mir recht, jeden Ansatz der Aufhebung von Subjekt und Objekt erachte ich als Ausdruck und Zeugnis des Lebens. Dies gilt für reale Räume, wie sie Landschaft und Architektur eröffnen genauso wie für den illusionistischen Bildraum der Malerei, gleich ob er eine perspektivisch angelegte dritte Dimension vorgibt oder in der räumlichen Suggestion von Farbflächen Tiefe erscheinen lässt.

Räume, die die Malerei eröffnet, bieten dem Betrachter jedenfalls eine Möglichkeit des Bewohnens. Darunter verstehe ich eine passive Form von Zuflucht und Ruhe für den Betrachter, aber auch den Dialog aufgrund eines sich aktiven Einrichtens im Bild, wobei der Betrachter das Bild für sich versucht zu bestimmen, aber auch vom Bild bestimmt wird.

Für diese Bewohnbarkeit des Bildes, also den dialektischen Prozess der Bildbetrachtung, habe ich ein Symbol in meine Malerei eingeführt: Es ist die reduzierte Form eines Hauses. Das Symbol Haus repräsentiert zunächst die Dialektik anonymer Bildrezeption und wird in der konkreten Bildreflexion des Betrachters, der das Symbol annimmt, vom symbolischen Repräsentanten zum Ikon.

Ob die Form als „Haus“ gelesen wird, hängt vom Betrachter ab, durch die Ähnlichkeit mit anderen Formen kann diese Form auch als abstrakt gelten. Die ambivalente Lesbarkeit soll Farbe und Form von sprachlichen Begriffen freihalten. Wo sprachliches Besetzen von Farbe und Form sich nicht niederlassen kann, da ist die Malerei ZUHAUSE.