GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
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Max Bühlmann, Ludwig Gerstacker: 31. 01. - 14. 03. 2008

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Mit Max Bühlmann und Ludwig Gerstacker werden zwei unterschiedliche Positionen präsentiert: Den Farbfeldarbeiten von Max Bühlmann, geboren 1956, sind die vielschichtigen Lasurarbeiten von Ludwig Gerstacker, geboren 1965, gegenüber gestellt.

Die Bilder von Max Bühlmann schaffen durch subtil angelegte, sich überlagernde Farbflächen Räume von unterschiedlicher Tiefe und Ausdehnung. Max Bühlmann geht empirisch von Fläche zu Fläche vor und baut somit Schicht um Schicht auf. Manchmal liegen die Tiefenwerte der Farben ganz nahe beisammen, sodass nicht klar ist, ob es sich um ein Davor oder ein Dahinter handelt. Analogien zur musikalischen Komposition liegen nahe, so entstehen Kompositionen von ganz unterschiedlichen Klangfarben, welche die tonale Atmosphäre eines Bildes festlegen.
(aus: Elisabeth Priedl, Max Bühlmann, 2007)

Die Bilder Ludwig Gerstackers verweisen in ihrer Vielschichtigkeit auf das unendliche Zusammenspiel von Farbigkeit, Farbe als Material und Farbraum. Trotz ihres monochromen Charakters lassen die vielzähligen Überlagerungen der Ölschichten in den einzelnen Bildern beim Betrachter verschiedenste Assoziationen anklingen; an einen gewissen organischen Naturalismus etwa vor allem dort, wo Farbe haptisch eingesetzt wird, bis zu landschaftlichen Andeutungen, wo die Lasurtechnik im Bild Tiefe erzeugt. Arbeitet Gerstacker auf Papier, werden die Blätter als Block oder Linie mit dünnen Stiften direkt an die Wand montiert; dem malerischen Gehalt der Bilder wird so eine „äußere“, eine geometrische Form hinzugefügt. Die Anordnung bleibt schlussendlich beliebig; ein aleatorisches Spiel beginnt. Die Arbeiten korrespondieren mit dem Umraum, der Architektur, das einzelne Bild tritt zurück zugunsten des Ensembles.