GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Bruno Erdmann: Erfahrungen des reinen Lichts   Bruno Erdmann: Erfahrungen des reinen Lichts   Bruno Erdmann: Erfahrungen des reinen Lichts   Bruno Erdmann: Erfahrungen des reinen Lichts          
                       
                       

Bruno Erdmann: Erfahrungen des reinen Lichts, 11. 02. - 26. 03. 2010

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„Ich liebe die Malerei, die nichts sein will als Malerei. Keine außerbildlichen Inhalte, keine Geschichten, nur Farben, diese mysteriösen Substanzen, die von ihrer Erdhaftigkeit erlöst werden müssen zu einem Spirituellen, Essentiellen, zu Malerei.”
Bruno Erdmann, 1987

 

„Das Wort Medium scheint geeignet, Erdmanns Lichtmalerei zu charakterisieren. Tatsächlich sehen wir keinerlei Lichtquelle, sondern eine sich ausblendende, gleichmäßige Helligkeit. Sie repräsentiert auf angemessene Weise jenes Zwischen-allen-Dingen, das wir mit ,Medium’ umschreiben. Diese Beobachtung ist für das Verständnis der Bilder, aber auch für ihre Metaphysik von ausschlaggebender Bedeutung“

„Der Künstler lässt sich auf den Prozess der Malerei ein. Nichts steht von Anfang an fest, nichts bleibt was es war. Es ist eine Arbeit ,aus vielen Schichten’: weder die geometrischen Unterteilungen bleiben unverändert, noch der gewählte Klang der Farbe. Der Prozess der Schichtung, der bis zu 60 Lagen umfassen kann, ist offen. Der Maler liefert sich ihm aus, mit dem einzigen Ziel, seiner jeweiligen Erfahrung von Licht eine Äquivalenz zu verschaffen, das Bild in die ihm angemessene Balance zu bringen.“
Gottfried Boehm, Kat. Bruno Erdmann, Darmstadt 1998


Bruno Erdmann

1915 geboren in Darmstadt
1926-33 Darmstädter Realgymnasium
1933-37 Studium an der Städelschule Frankfurt/Main, Meisterschüler im Bereich Freie Grafik
1941 erste Einzelausstellung in der Darmstädter Bücherstube Robert de Hooghe
1943-44 Bühnenbildassistenz am Landestheater Frankfurt/Main
1948 Gasthörer am Kunsthistorischen Institut der ETH Zürich bei Gotthard Jedlicka
1952 Teilnahme an Ausstellungen der „Neuen Darmstädter Sezession“
Seit 1955 freischaffender Maler in Darmstadt
1955-59 Studienaufenthalte in Paris
1958-63 Vertreter der informellen Malerei
1960 Reisen nach Italien, Griechenland, Spanien, Schweiz, Dänemark, Norwegen
1961-63 informelle Werkphase, Auseinandersetzung mit der Farbe Schwarz
1964-66 Collagen mit informellen Bildstrukturen, farbige Aquarellcollagen
1967-73 Collagen aus Japanpapieren, zunächst informell, später konkret
1972 Monochrome Malerei, bevorzugte Farben: Weiß und Grau
Mitglied im „Deutschen Künstlerbund“
1975 Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt
1976 neue Farbgebung innerhalb der Malerei
1981 Villa Roma-Preis, Arbeitsaufenthalt in Florenz, besondere Beziehung zu Antonio Calderara
Entwicklung einer neuen Farbpalette unter Eindruck des mediterranen Lichts
1986 umfassende Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt
1994 erhält den Darmstädter Kunstpreis (Wilhelm Loth-Preis) für sein künstlerisches Schaffen
1995 Verleihung der Johann Heinrich Merck-Medaille
1998 Retrospektive im Institut Mathildenhöhe in Darmstadt
2003 gestorben in Darmstad