GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
 
Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder   Hans Jörg Glattfelder  
                           
                           

Hans Jörg Glattfelder: räumliche Metaphern, 13. 09. – 25. 10. 2012

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Mit der Bezeichnung «methodischer Konstruktivismus» versucht Glattfelder eine Richtung anzugeben, in welche die Aufmerksamkeit jener künstlerischen Bemühungen sich richten könnte, die sich immer noch an den Grundgedanken der inzwischen historisch verhärteten Regionen der konkreten und konstruktiven Kunst orientieren.
Glattfelder geht von der Feststellung aus, dass sich im Laufe des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung „Konstruktivismus“ in zahlreichen Gebieten (Mathematik, Psychologie, Kybernetik, Biologie, Neurophysiologie, Kognitionstheorie, usw.) zu einem eigentlichen epochalen Paradigma konkretisiert hat, ohne dass die Akteure des künstlerisch-plastischen „Konstruktivismus“ davon Kenntnis nehmen.
Er sieht in der Bewusstmachung dieser Konstellation eine Chance, den seit der Renaissance immer sporadischer gewordenen Dialog zwischen Wissenschaften und bildender Kunst auf einer neuen Ebene – nämlich durch eine reziproke Offenlegung und Vergleichung
der Methoden – neue Impulse zu geben.

 

Hans Jörg Glattfelder wurde 1939 in Zürich geboren.
Studium an der Universität (Kunstgeschichte, Jura, Archäologie).
1963 Niederlassung in Florenz. Die Anfänge seiner künstlerischen Entwicklung waren geprägt vom strengen Geometrismus der „Züricher Konkreten“, den Glattfelder aber unter dem Eindruck der florentinischen Frührenaissance sehr individuell deklinierte.
1970 Übersiedlung nach Mailand.
1987 wird Glattfelder in Zürich auf Anregung von Eugen Gomringer und Willy Rotzler der Camille-Graeser-Preis verliehen.
Ein Jahr später verlegt er seinen Wohnsitz von Mailand nach Ameno am Ortasee, dessen eigentümliche Lichtverhältnisse in den Mailänder Jahren Gegenstand langer Diskussionen mit Antonio Calderara waren.
1990 Atelier in New York als Stipendiat der Stadt Zürich.
1998 Übersiedlung nach Paris, wo Glattfelder auch heute noch lebt.