GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
 
Max Bühlmann   Max Bühlmann   Max Bühlmann   Max Bühlmann   Max Bühlmann      
                       
                       

 

MAX BÜHLMANN

 

Geboren 1956 in Rickenbach, CH
Lebt und arbeitet in Wien

 

Die Konstruktion von Räumen kann von ganz unterschiedlichen Komponenten abhängen. Zum einen von der Perspektivkonstruktion, die ab der Renaissance zu „modernen“ Bildkonzeptionen führte, zum anderen aber auch von Farbvaleurs, dessen Relevanz für die Tiefenerschließung schon Giotto da Bondone im Trecento durch seine Fresken und Tafelbilder fundamental veranschaulichte. Die Klassische Moderne hat in unterschiedlichen Ansätzen diese farbdeterminierte Räumlichkeit der Bilder in verschiedenen Varianten thematisiert, bis hin zu Mark Rothko, dessen unscharf konturierten Flächen atmende und pulsierende Räume evozierten und den Betrachter in ganz besondere Weise in diese Räume einbeziehen.
Dies tun auch die Bilder von Max Bühlmann, die durch subtil angelegte, sich überlagernde Farbflächen Räume von unterschiedlicher Tiefe und Ausdehnung schaffen. Dabei geht er empirisch von Fläche zu Fläche vor und baut somit Schicht um Schicht auf, die, geleitet von subtilem Farbempfinden, Räume von unterschiedlicher Tiefe evozieren. Manchmal liegt der Tiefenwert der Farbe ganz nahe beisammen, sodass nicht klar ist, ob es sich um ein Davor oder ein Dahinter handelt. Analogien zur musikalischen Komposition liegen nahe, so entstehen Kompositionen von ganz unterschiedlichen Klangfarben, welche die tonale Atmosphäre eines Bildes festlegen.

Eine weitere Komponente spielt in den Bildkompositionen Max Bühlmanns mit: die Erfahrung durch das reale Arbeiten im Raum. In den letzten Jahren entstanden immer mehr „begehbare“ Bilder, d.h. große Skulpturen, die von den BetrachterInnen auch benützt, betreten werden können. Somit ändert sich der Status der BetrachterIn weg von der reinen Wahrnehmung eines Gegenübers, hin zu einer Aktionsebene. Diese realen räumlichen Erfahrungen fließen direkt in die Arbeit an der Fläche ein und vice versa. „Diese Forschungsarbeit an der Fläche und Farbwahrnehmung ist Grundlage für die begehbaren Skulpturen und ermöglicht es Bühlmann, das Problem des Kontextes, der Beziehung seiner Objekte zum Umraum und zum Ort und dem materiellen Bedingungen genau auszutarieren“ (Georg Schöllhammer). Entwickelt wurden diese Arbeiten aus der Malerei, wo der Künstler in oft Monate dauernden Prozess in einem Bild die Valeurs von Farbe und Fläche gegeneinander ausbalanciert.
Elisabeth Priedl

 
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EINZELAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

2008
Galerie Lindner, Wien

2006
Weisse Galerie, black Box, gelbe Skulptur und rotes Büro ( mit Susanne Wallimann), Luzern Kunstpanorama, CH

2003
Galerie Wolfrum, Wien

2001
Remise, Bludenz
Galerie Rivolta, Genf, CH

1999
Galerie Bob Gysin, vice versa, Zürich, CH

1996 Die Malerkapelle, Kunsthof,Zürich, CH

1995
Institute Francais de Vienne, Wien
Galerie Bob Gysin, Zürich/Dübendorf, CH

1993
Kunstmuseum Luzern, CH


GRUPPENAUSSTELLUNGEN (Auswahl)

2010
Bratislava kuatiert von Peter Lindner
Ennetbürgen in Holz gebaut, kuratiert von Hans-Peter VonAh
Altdorf Edition 5

2009
Sarajevo
Den Haag 25. Winterfestival
5. Fauna and Flora Festival

2007
Winterthur „amici miei” im OXYD

2007
Korea 9Dragonhead Geoje–do Artcenter

2006
Biel Centre Pasquart, Edition 5

2005
Bruck a.d. Leitha „Facts & Visions”
Süd Korea 9Dragonhead Symposion Dchong ju
Sarajevo Sarajevo Winter Festival
Brüssel ING sculpture project

2004
Luzern Kunstmuseum, Jahresausstellung der Innerschweizer KünstlerInnen
Porrentruy (CH) espace d'art contemporain

2003
Innsbruck Museum Zeughaus
Zürich Kunstmesse Zürich, „Zugluft”
Moskau Central House of Artist, „Draught”
Südkorea 9DragonHeads, „Shoting star”

2002
Solothurn Kunstmuseum Solothurn

1989
Winterthur Kunsthalle, „Igitur”

1988
Zürich Kunstszene Zürich, „woher – wohin”

1987
Zürich Projekt Binz 39
Nürnberg Kunsthalle, „Offenes Ende, Kunstszene Schweiz”

1986
Zürich Shedhalle/rote Fabrik, „Auf dem Rücken des Tigers”