GALERIE LINDNER WIEN

 

 

 

 

 

 
                       
Madeleine Dietz   Madeleine Dietz   Madeleine Dietz   Madeleine Dietz   Madeleine Dietz   Madeleine Dietz  
                       
                       

 

MADELEINE DIETZ

 

Geboren 1953 in Mannheim
1970–74 Studium an der Werkkunstschule Mannheim
1992 Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis für Bildhauerei und Plastik
1996 Stipendium für Paris, Cité International des Arts
1997 Gaststipedium Villa Romana, Florenz
1998 Arbeitsstipendium Houston (Texas)
1999–2000 Lehrauftrag HBK Saarbrücken
2003 Ernst-Barlach-Preis, Hamburg
2004 Barcelona, Arbeitsaufenthalt, Radier-Werkstatt Barbará

Lebt und arbeitet in Landau in der Pfalz

 

Madeleine Dietz, Ernst-Barlach-Preisträgerin 2003, zeigt spannungsvolle Materialstudien und Konstruktionen, die mit lebensnahen Themen von existentieller Bedeutung den Betrachter in einen tiefgründigen Dialog hineinziehen. Die Künstlerin stellt mit ihren Werken Fragen nach dem Sein, nach der Würde des Menschen, nach Veränderungen und dem, was bleibt. Der Mensch steht bei Madeleine Dietz stets im Mittelpunkt. Und er ist selbstverständlicher Teil des natürlichen Kreislaufs, von Werden und Vergehen.
Die Künstlerin arbeitet konsequent mit dem Ursprünglichen, im übertragenen wie im materiellen Sinn. Dass sie in ihren Arbeiten häufig auf die Substanz Erde zurückgreift, die in zahlreichen Schöpfungsvorstellungen eine Rolle spielt, ist daher kein Zufall. Die Erde symbolisiert den Kreislauf der Natur, dem sich der Mensch nicht entziehen kann: Sie markiert den Anfang des Menschen und das Ende seiner irdischen Existenz (Staub). Das scheinbar tote Restprodukt bildet wiederum die Basis für das Leben: Legt man einen Samen hinein und gibt Wasser dazu, entsteht neues Leben. Der Zyklus setzt sich fort.
In Werken von Madeleine Dietz begegnet man entweder der reinen, gemeint ist die nicht verarbeitete Erde oder als ›Kulturform‹ aus einer schlammigen Masse den luftgetrockneten Ziegeln. Madeleine Dietz schichtet diese porösen Erdplatten entweder in reduzierte Formen, oder, wie auch in der Ausstellung zu sehen, befüllt damit streng geometrische Kästen beziehungsweise Körper aus Stahl. Die von der Künstlerin einmalig auf den Punkt gebrachte, spannungsreiche Kombination von Stahl und Erde überträgt sich wiederum auf den Raum und stellt eine direkte Beziehung zum Betrachter her. Augenfällig ist zunächst die Reduktion der Materialien und damit zusammenhängend der Form. Diese zielstrebige ›Aufgeräumtheit‹ fördert den Zugang zur inhaltlichen Komplexität und zur Entschlüsselung der inhärenten Symbolsprache. Das artifizielle, feste und beständige, harte aber biegsame Material Stahl wird zum ›Gefäß‹ des lockeren, instabilen, an sich formlosen, organischen Materials Erde. Aus dieser Gegensätzlichkeit entwickeln sich, von der Künstlerin so beabsichtigt, viele Deutungsstränge, darunter auch die Pole, mit denen sich der Mensch auseinanderzusetzen hat, die Teil seines Lebens sind und die Veränderungen einleiten. Die ausgestellte Arbeit „Was oben war wird unten sein“ zeigt Fragmente, Ruinen, Reste, Zurückgebliebenes, Verlassenes, Einsames. Der Mensch in Abhängigkeit von Vergangenheit, dem lebendigen „Jetzt“, der Ungewissheit von Zukunft. Madeleine Dietz belässt es nicht allein bei diesem ›polarisierenden System‹ von Stahl und Erde. In Kunstwerken wie ›Zeit zu gehen‹ fügt sie dem noch eine weitere, wesentliche Komponente hinzu: das Licht. Es steht für das Materialunabhängige und Materialüberwindende, das Spirituelle und Transzendente. Zudem bricht das Licht als lebendige Spur durch das Dunkel und wird, wie hier, zum Hoffnungszeichen im Angesicht des nahenden Todes.
Franz-Xaver Schlegel

 
Ausstellungen, Projekte, Performances > > >

 

2012
Berlin, Galerie Georg Nothelfer, alte Orte - neue Stätten
ART Karlsruhe, Skulpturenstand
Evang. Kirche Kleinenbroich, Gestaltung Prinzipalien
ARCO Madrid, ART Cologne, Galerie Nothelfer, ART Basel
Berlin Tempelhof, Evang. Kirchenkreis, Gestaltung Prinzipalien
Graz, Museum der Minoriten, Compassion
Kassel, Martinskirche, Gestaltung Prinzipalien
Kloster St. Lioba, Freiburg, Raum der Stille
Frankenthal, 12 Apostelkirche, ...damit wer hineingehe das Licht sehe!
Seligenstadt, Kunstforum und Kloster
Kunstweg am Reichenbach, Skulpturenweg
Schussenried, Schloss, Ewigkeit
Landau, Villa Streccius, Stille Zeichen
Baltimore, Galerie C. Grimaldis, Scope New York, ART Miami
Blätterwald..., Deutscher Künstlerbund Berlin

2011
Thessaloniki, Macedonian Museum of Contemporary Art (mit Annette Sauermann)
Tuttlingen, Städtische Galerie E
ARCO Madrid, Galerie Georg Nothelfer
Stuttgart, Galerie Harthan E
Bingen, Schönheit und Natur am Rheinkilometer
529 Bundesgartenschau Koblenz, Ehrenbreitstein, Festungskirche

2010
Baltimore, Galerie C. Grimaldis, elements E
Mannheim, Nun baut mein Haus, Kirchenraumgestaltung Conkordienkirche
Darmstadt, Gestaltung Raum der Stille, Elisabethenkrankenhaus
Kath. Akademie München, Leere Stätten – verborgene Räume
Zürich, ART Zürich, Galerie Nothelfer
Singen, Singenkunst 2010
ART Miami, Galerie C. Grimaldis, Baltimore
Bugenhagen, Bugenhagener Kirche, PREVIEW
Ernst – Barlach – Gesellschaft, Hamburg

2009
Buchholz, Kunstverein Hier ist Niemand
Karlsruhe: ART Karlsruhe, Galerie Harthan, one – artist – show
Engen: Friedenszeichen ICH WILL FRIEDEN
Berlin: Sammlung Marli – Hoppe Ritter, Landesvertretung Bad. Württemberg

2008
Trier: Dom Kreuzgang, In Würde sein E
Bad Dürkheim: Klosterkirche Seebach, Gestaltung Erdurnen - Columbarium
ART Paris, Galerie Georg Nothelfer, one-artist-show
Bonn: Gesellschaft für Kunst und Gestaltung e. V., Gegenstandslos
ART Basel, Galerie Nothelfer, Berlin

2007
Stuttgart: Galerie Harthan E
Stuttgart - Kaltental, St. Antonius, Altarraum-Gestaltun
Bad Schwalbach: Reformationskirche, Altarraumgestaltung
Frankfurt: Städt. Klinikum Frankfurt - Hoechst, Gestaltung Raum der Stille
Berlin: Galerie Georg Nothelfer E
Kassel: Museum für Sepulkralkultur, Begleitveranstaltung zur documenta 12, side-by-side E
Berlin: Galerie Georg Nothelfer, grand cru d´art
Tuttlingen: Ev. und kath. Kirchen, Vestigia Crucis-Kreuzspuren

2006
Graz: MINORITEN Galerie, Die Menschen fürchten den Tod wie manche Kinder den Wau Wau (mit FranzSattler)
Hörstel: Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Memoria
Germersheim: Kunstverein: Unikate 0/6. 12 statements aus Rheinland-Pfalz (G. Hildebrandt, P. V. Weisz, B. Wille u.a.)
Heidelberg: Heidelberger Kunstverein: 100 Tage = 100 Videos
Houston, Texas (USA): Galerie Sonja Roesch, Earth and Light E
Mannheim: Galerie Sebastian Fath Contemporary: E
Frankfurt-Höchst: Städt. Klinikum, Gestaltung Abschiedsraum

2005
Würzburg: Museum im Kulturspeicher, Über der Erde die Sonne E
Radolfzell: Galerie Vayhinger, Doch Hört Man Keinen Laut (mit Andrea Zaumseil)
Barcelona: Galerie Hartmann, Grandes Dimensiones: (Tristan Barbará Editions)
Hannover: Evang. Kirchentag, Es Werde Licht
München – Riem: Kirche St. Sophien, Altarraumgestaltung

2004
Mannheim, Galerie Sebastian Fath Contemporary E
Ulm: Sebastianskapelle (mit Caroline Bräg), Deutscher Kath. Kirchentag
Bremen: Neues Museum Weserburg, 66 – 03, Neues in den Sammlungen Lafrenz und Reinking

2003
Neubrandenburg: Kunstsammlung Neubrandenburg E
München: DG für Christliche Kunst, Kein Wesen kann zu nichts zerfallen E
Stuttgart: Galerie Angelika Harthan E
Radolfzell: Galerie Vayhinger E
Agathenburg, Schloss Agathenburg E
Brunsbüttel: Stadtgalerie im Elbeforum E
Stuttgart, Galerie Angelika Harthan, Glücksgriffe
Hamburg-Wedel: Ernst-Barlach-Museum, Ausstellung zum Ernst-Barlach-Preis E
Hamburg-Wedel: Ernst-Barlach-Museum, Da Sein, Sammlung Rik Reinking